HIP8 (Pp3c11_25550V1.1) intrazelluläre Lokalisation (A) und Split-YFP-Studien der HIP8-phy4-Wechselwirkung (B) jeweils ohne (D) und mit R-Vorbehandlung (R) mit Fluoreszenz- bzw. Konfokalmikroskopie. Die Gesamtfigure-Struktur ist analog zu Abbildung 11. (A) CFP:HIP8- (Zeilen 1 und 2) und HIP8:CFP-Fluoreszenz (Zeilen 3 und 4) wurde im Kern und Zytoplasma (Spalte 1, GFP) beobachtet. (B) Alle vier Split-YFP-Konfigurationen wurden jedoch im Fall von YFPN:phy4–YFPC:HIP8 und YFPN:phy4–HIP8:YFPC untersucht, die negativen Steuerelemente zeigten signifikante Signale (daher wurden diese Konfigurationen durch YFPC:phy4–YFPN:HIP8 und YFPC:phy4–HIP8:YFPN ersetzt). Analysen von YFPC:phy4–YFPN:HIP8 (Zeilen 1 und 2), YFPC:phy4–HIP8:YFPN (Zeilen 3 und 4), phy4:YFPN–YFPC:HIP8 (Zeilen 5–7; zwei verschiedene Signalmuster in D) und phy4:YFPN–HIP8:YFPC (Zeilen 8–10; zwei verschiedene Signalmuster in R) führten entweder zu nukleo-zytoplasmischen oder ausschließlich zytoplasmatischen Signalen in allen Konfigurationen außer YFPC:phy4–HIP8:YFPN (Spalte 1, YFP). Skalen balken 30 `m. Die p-Loop-Domäne ist in der Natur weit verbreitet, wobei die konservierten Motive GXXXXGK(T/S) und ZZZ(D/E) (wobei X und Z willkürliche bzw. hydrophobe Rückstände darstellen) mit einem B-Blatt gefolgt von einer glyzinenreichen Schleife und einer Helix zur Koordination des ATP- oder GTP-Phosphat-Moiety (Walker et al., 1982) verwendet werden. Saraste et al., 1990; Milner-White et al., 1991; Ramakrishnan et al., 2002).

Somit gehört HIP6 zur Überfamilie der p-Schleifen-haltigen Nukleosidtriphosphathydrolasen. Diese große Gruppe ist an Prozessen wie Replikation, Transkription, DNA-Reparatur, Translation, Signaltransduktion, Proteinlokalisierung und -transport, Signal-Sequenz-Erkennung, Membrantransport, Chromosomenpartitionierung und Aktivierung von Metaboliten beteiligt (Saraste et al., 1990; Vetter und Wittinghofer, 1999; Koonin et al., 2000). Abgesehen von den gängigen Motiven und der p-Loop-Struktur selbst sind die Sequenzen (auch der Kern der p-Schleife) und Strukturen äußerst vielfältig und behindern (phylogenetische und) funktionelle Klassifizierung (Pathak et al., 2014). Bisher sind nur wenige Pflanzen-p-Loop-NTPase funktional charakterisiert. Einige werden angenommen, dass in Pathogen Abwehr Reaktionen beteiligt sein und andere in Salzgehalt StressToleranz (Fenyk et al., 2012; Cheung et al., 2013).