Die Foodora-Vereinbarung ist nicht der erste Tarifvertrag innerhalb der Plattformwirtschaft der Welt, sondern der erste, der das Ergebnis eines Streiks ist. Die Streikenden waren in Oslo während der sechs Wochen sehr sichtbar, sie stellten ein großes Zelt auf, boten der Öffentlichkeit kostenlose Reparatur von Fahrrädern an, servierten Waffeln, organisierten «Fahrradvorführungen». Jeden Tag machen sie ein Video, das sie auf ihre Facebook-Seite stellen. Dadurch bekamen sie auch viel mediale Aufmerksamkeit. Auch die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder wuchs während des Streiks rapide an, so dass die Zahl der Streikenden schrittweise erhöht werden konnte, auch nach Trondheim. Dieser Tarifvertrag ist einzigartig in Norwegen, könnte aber auch außerhalb Norwegens Arbeitnehmer in der sogenannten Plattformwirtschaft inspirieren. Die Tatsache, dass diese Arbeitnehmer in der Lage waren, sich zu organisieren, zu verhandeln, zu streiken und endlich einen Tarifvertrag zu bekommen, ist ein Durchbruch für die Arbeitnehmer. Diese Kategorie von Arbeitnehmern ist schwer zu organisieren, da es viele Einwanderer, Studenten, Teilzeitbeschäftigte und große Turnarounds gibt. Der erste Tarifvertrag innerhalb der «Plattformwirtschaft» In einem Artikel mit dem Titel «Kollektivverhandlungen – eine theoretische Analyse» definierte A. Flandern Tarifverhandlungen als «… für die gemeinsame Regulierung von Arbeitsverwaltung und Arbeitsmärkten.» Der Tarifvertrag, das Ergebnis des Tarifvertrags, ist in der Regel ein undurchdringlicher Vertrag und unterscheidet sich rechtlich ganz anders als der Arbeitsvertrag. Aufgabe des Tarifvertrags ist es, die Beziehungen zwischen den Tarifparteien, d. h.

zwischen dem Arbeitgeberverband oder einem einzelnen Arbeitgeber, und einer Gewerkschaft oder Gewerkschaften zu regeln. Solche Beziehungen werden als Beziehungen kollektiver Natur bezeichnet. Sie könnten Verfahrensvereinbarungen zwischen den Tarifparteien über Streiks oder andere Arbeitskampfmaßnahmen umfassen, bevor das Streitverfahren erschöpft ist; Fragen im Zusammenhang mit der Struktur der Verhandlungen zwischen den Parteien; die Schaffung der für Tarifverhandlungen eingerichteten Gremien; Verfahren für die Neuverhandlung des Tarifvertrags; Und so weiter. Der Tarifvertrag hat jedoch eine andere Funktion, die individuelle Funktion, die die Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer regelt. Die Beschäftigungsbedingungen sind in der Regel tarifvertraglich geregelt. So gehören Lohnskalen, Arbeitsstunden, Urlaub, Krankheitslöhne, Überstunden, alle Fragen im Zusammenhang mit Ausbildung, Umschulung, Lehrlingsausbildung zu den zahlreichen Themen, die in den Beschäftigungsbedingungen zu finden sind. Verfahren, die sich auf den einzelnen Arbeitnehmer beziehen, wie Beschwerde- und Disziplinarverfahren, können ebenfalls als Teil der Beschäftigungsbedingungen, die sich aus dem Tarifvertrag ergeben, gelten.